Hessische Gesellschaft
für Ornithologie und Naturschutz e.V.


Arbeitskreis Frankfurt am Main


Pflege der Streuobstwiesen am Berger Südhang

Pressemitteilung Dezember 2000


Auch in diesem Jahr wurde die Pflege der wertvollen Streuobstwiesen am Berger Südhang fortgesetzt.

Der Berger Hang bildet mit dem Bischofsheimer Hang zusammen ein Landschaftsschutzgebiet mit Naturschutzkern, das von den Bergern sehr gerne und oft als unverzichtbares Naherholungsgebiet genutzt wird. Streuobstwiesen sind - aufgrund ihrer extensiven Bewirtschaftungsweise - wichtige Rückzugsgebiete für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten, wie zum Beispiel den Neuntöter, einer raubvogelartigen Vogelart, und dem Helmknabenkraut, einer einheimischen Orchidee.

Da die kommerzielle Obstproduktion schon sehr lange in niedrigstämmigen Intensivplantagen stattfindet, werden Streuobstwiesen seit Jahrzehnten vernachlässigt und drohen durch Verbuschung und frühzeitigen Verfall der Obstbäume vollends aus unseren Landschaften zu verschwinden.

Seit über zehn Jahren wird dieser Prozeß am Berger Südhang auf Initiative der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) Einhalt geboten. Verschiedene private und öffentliche Sponsoren haben in der Vergangenheit die Pflege ermöglicht, die vor allem aus Wiesenmahd, Kronenschnitt und Neuanpflanzungen besteht.

Im Jahr 2000 wurden nun achtundvierzig hochstämmige junge Obstbäume aller Arten (Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge) nachgepflanzt, deren Bezahlung durch einen hierfür gegründeten Fundus der Stadt Frankfurt am Main getragen wurde. Die Kosten für die Anpflanzung, wie vor allem für die Mahd von 94377 qm Wiesenflache auf 88 Grundstücken wurde durch die Frankfurter Flughafen AG, die sich schon in verschiedenen Naturschutzprojekten verdient gemacht hat, sowie durch einige Privatsponsoren finanziert.

Die Streuobstwiesen am Berger Hang bieten dank der inzwischen jahrzehntelangen Pflege wieder einen schönen idyllischen Anblick - die drohende Verbuschung ist aufgehalten - und die Wiesen zeigen im Frühjahr und im Sommer einen bunten Blühaspekt.

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Konto 883700 (BLZ 50050201) bei der Frankfurter Sparkasse tun. Für weitere Informationen zu diesem, aber auch anderen Projekten des Arbeitskreises Frankfurt der HGON wenden Sie sich bitte an Herrn R. Feig, Tel. 069/5486609.