Hessische Gesellschaft
für Ornithologie und Naturschutz e.V.


Arbeitskreis Frankfurt am Main


Obstbaumpflege im Frankfurter Nordosten

(Pressemitteilung Frühling 2002)


In diesen Wochen stehen auch im Frankfurter Nordosten die Obstbäume wieder in voller Blütenpracht. Aber viele Obstbäume auf den Streuobstwiesen sind vom Verfall durch mangelnde Pflege bedroht, weil sie zuwenig oder gar nicht beschnitten werden, deshalb schneller absterben und zuwenig neue lokale Obsthochstämme nachgepflanzt werden. Dabei stellen gerade die Streuobstwiesen - weitgehend giftfrei und mit wenig Dünger bewirtschaftete Wiesen und Weiden mit hochstämmigen Obstbäumen - im Vergleich zu Kleingärten oder Äckern - ein Rückzugsgebiet für viele Tier- und Pflanzenarten und vielfach den Reiz der beliebten Naherholungsgebiete dar.

Deshalb engagiert sich der Arbeitskreis Frankfurt der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON e. V.) seit über 10 Jahren für die ökologisch und landschaftsästhetisch wertvollen Streuobstwiesen am Berger-Bischofsheimer Hang, Teil eines der größten zusammenhängenden Streuobstgebiete Hessens. Hier wurden auf Initiative der HGON und mit Unterstützung vieler privater und öffentlicher Sponsoren die Streuobstwiesen erfasst, bewertet und für viele Obstwiesengrundstücke eine Pflege organisiert und finanziert: Dutzende von Flächen wurden entbuscht, um den Obstbäumen wieder Platz und Licht zu verschaffen, viele Wiesen werden nun wieder einmal jährlich gemäht, Hunderte von Obstbäumen wurden und werden beschnitten und nachgepflanzt.

Diese Maßnahmen sollen nun ausgedehnt werden auf die nordwestlich anschließenden unbebauten Gebiete um Bergen, Seckbach, Preungesheim und Berkersheim. Hier finden sich um Seckbach noch häufig, um Berkersheim nur noch vereinzelt die wertvollen Streuobstwiesen zwischen Kleingärten, Ackerflächen, Freizeitanlagen, Straßen, Gebüschen und Waldstücken. Teilweise müssen sie hier leider noch der geplanten Wohnbebauung weichen. Zum Glück sind nun viele der verbleibenden Streuobstwiesen seit 1998 durch die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet vor der Zerstörung und Umnutzung geschützt, jedoch nicht vor dem Verfall durch Überalterung und mangelnde Pflege.

Hier setzt nun die Hilfe des AK Frankfurt der HGON e.V. ein: Dank der finanziellen Unterstützung durch die Hessische Stiftung für Naturschutz e.V. wird zur Zeit im Auftrag des Arbeitskreises Frankfurt der HGON e. V. eine Bestandsaufnahme und Bewertung noch vorhandener Streuobstwiesen durchgeführt. Auf dieser Basis können dann Maßnahmen zur Pflege und Entwicklung dieser Naherholungsgebiete eingeleitet werden.

Helfen Sie mit, die Streuobstwiesen und Hecken zu erhalten, denn diese spielen eine immer wichtigere Rolle als Rückzugsraum für Pflanzen und Tiere, für die lokale Klimaverbesserung, den Boden- und Wasserschutz und für uns Menschen, die sich an abwechslungsreicher Landschaft, an blühenden Bäumen und Wiesen, Vögeln, Schmetterlingen und vielen anderen dort lebenden Tieren erfreuen.

Wer das Projekt unterstützen möchte oder Fragen dazu hat, wende sich bitte an Herrn Feig, Tel. (069/45002597) vom AK Frankfurt der HGON e.V. Spenden werden erbeten auf das Konto Nr. 883700 des AK's Frankfurt der HGON e.V. bei der Frankfurter Sparkasse (BLZ 50050201)

Verantwortlich im Sinne des Presserechtes: K. Weltner. Am Römerlager 33, 55131 Mainz