Hessische Gesellschaft
für Ornithologie und Naturschutz e.V.


Arbeitskreis Frankfurt am Main


Hilfe für pflegebedürftige Streuobstwiesen am Heiligenstock
durch den Arbeitskreis Frankfurt der HGON e.V. rückt näher


(Pressemitteilung Juni 2004)


Seit über zehn Jahren engagiert sich der Arbeitskreis Frankfurt der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e. V für den Schutz und die Pflege der Streuobstwiesen am Berger Hang. "Diese ökologisch und landschaftsästhetisch so wertvollen Elemente unserer Naherholungslandschaft können nur durch regelmäßige Pflegemaßnahmen erhalten werden," betont Herr Dipl. Geograph W. Gengenbach, Leiter des Arbeitskreises, "deshalb werden aufgrund unserer Initiative mit der finanziellen Unterstützung zahlreicher Sponsoren seit vielen Jahren am Berger Hang Wiesen regelmäßig gemäht, Obstbäume beschnitten und neue Hochstämme angepflanzt. Diese erfolgreichen Maßnahmen sollen nun auf weitere Streuobstwiesen im Frankfurter Nordosten ausgedehnt werden."

Die Studie des Arbeitskreises Frankfurt der HGON e.V. ergab, dass vor allem rund um den Heiligenstock zwischen den Äckern und Freizeitgärten sehr viele schmale pflegebedürftige Obstgrundstücke liegen. "Die vereinzelten Obstwiesen stellen hier zwischen den intensiv genutzten Flächen sehr wichtige Rückzugs- und Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen dar und erhöhen mit ihren vielfaltigen Farben und Formen im Jahresverlauf den Reiz dieser Landschaft", erläutert Frau Dr. K. Weltner, die diese Studie durchführte, "aber gerade hier sind die Streuobstwiesen meist stark vernachlässigt, die Obstbäume sehr alt und durch mangelnde Pflege vom Absterben bedroht, deshalb sind hier Pflegemaßnahmen von höchster Priorität."

Frau Dr. K. Weltner beginnt nun im Auftrag des AK Frankfurt der HGON e.V. in dem Gebiet zwischen dem Parkfriedhof Heiligenstock im Westen, der Autobahn und dem Berger Weg im Süden sowie der Vilbeler Landstraße im Osten mit einer parzellengenauen Erfassung aller Streuobst-Wiesengrundstücke. Das bedeutet, die Standorte, das Alter und der Pflegebedarf aller Obsthochstämme und der Zustand der Wiese auf allen Streuobstflächen wird ermittelt, um genau festlegen zu können, auf welchem Grundstücken welche Maßnahmen notwendig sind.

Diese 2. Projektphase ist möglich geworden dank der finanziellen Unterstützung des Vereins Streuobstzentrums e. V. und der daran beteiligten Zoologischen Gesellschaft Frankfurt.

Natürlich werden auch die Eigentümer dieser Grundstücke ermittelt, angeschrieben und um ihre Hilfe gebeten. Wenn die Eigentümer sich selbst nicht mehr um den Erhalt der Obstwiese kümmern können, werden sie um die Einwilligung gebeten, dort Pflegemaßnahmen durchführen zu lassen. "Diese Pflegearbeiten werden sehr viel Geld kosten, wir sind daher angewiesen auf die Hilfe aller, die etwas für den Erhalt der artenreichen Fauna und Flora in unserer Naherholungslandschaft tun wollen und freuen uns über jede Spende auf das Konto Nr. 883700 des Arbeitskreises Frankfurt der HGON e.V. bei der Frankfurter Sparkasse (BLZ 50050201)", ergänzt Herr R. Feig, Kassenwart des Arbeitskreises Frankfurt der HGON e.V.

Sie können das Projekt aber auch durch Anregungen und Informationen unterstützen oder indem Sie sich bei Herrn R. Feig (Telefonnummer 069/5486609) als Eigentümer oder Eigentümerin eines Obstwiesengrundstückes melden.