Hessische Gesellschaft
für Ornithologie und Naturschutz e.V.


Arbeitskreis Frankfurt am Main


Hilfe für überwucherte Obsthochstämme nördlich des Lohrbergs!


Die Fraport-AG übereicht dem Arbeitskreis Frankfurt der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON) einen Scheck für die Streuobstwiesenpflege

Am Freitag, den 10.11.2006 überreicht Herr Rainer Gomoiuch von der Fraport-AG dem Leiter des Arbeitskreises Frankfurt der H.G.O.N., Herrn Walter Gengenbach, einen Scheck im Wert von 30.000,00 € für die Streuobstwiesenpflege im Frankfurter Nordosten.

Auf einer 1500 qm großen schmalen verwilderten Streuobstfläche zwischen Äckern nördlich des Lohrberges beginnt dann auch gleich die Entfernung des Wildwuchses und der alles überwuchernden Brombeeren. Nun findet Herr Gengenbach auch einen Platz für die Steinkauzröhre als Nisthilfe für diese kleine, streuobstwiesentypische und seltene Eulenart. An den 15 Obsthochstämmen können dann endlich die notwendigen fachgerechten Grundschnitte erfolgen.

"Zum Glück ist unsere Hilfe rechtzeitig gekommen ", freut sich Herr Gengenbach, denn die Obsthochstämme sind noch vital, keiner bisher abgestorben. Die nächsten Jahre wird aber viel Arbeit und Maschineneinsatz notwendig, um die unerwünschten Pflanzen hier zum Verschwinden zu bringen und die für Obstwiesen typische Wiesengesellschaft der Glatthaferwiese zu etablieren".

In diesem Winterhalbjahr ist geplant, über 50 Obsthochstämme auf zwanzig weiteren Streuobstparzellen im Bereich Seckbach anzupflanzen - in Kooperation mit der Stadt Frankfurt/M., die die Jungbäume zur Verfügung stellen wird. Dies ist ein wertvoller Beitrag zu der dringend notwendigen Verjüngung der Streuobstbestände in Seckbach: mehr als 70% der Obsthochstämme sind dort über 45 Jahre alt und viele vom Absterben bedroht!

"Wichtig ist aber auch die gute Vorbereitung und die langjährige Nachpflege der Anpflanzungen, die wir durchführen, um ein gutes Gedeihen zu ermöglichen", betont Herr Gengenbach.

Wenn der Arbeitskreis noch weitere Spendenmittel erhält, können zusätzliche Grundstücke in den Planungsgebieten nördlich des Lohrberges in die Pflege einbezogen werden: der H.G.O.N. liegen nach der Ermittlung von 150 Eigentümer und Eigentümerinnen im letzten Jahr nun 46 Pflegeeinverständnisse vor! Dort warten noch über Hundert Obstbäume auf einen Pflegeschnitt und etliche Teilflächen auf eine Mahd, Entbuschung oder Verjüngung in den nächsten Jahren!

Der Arbeitskreis Frankfurt der H.G.O.N e.V. führt zudem in den nächsten Wochen auch die seit 18 Jahren erfolgreiche Streuobstwiesenpflege am Berger Südhang mit der Mahd von 5 ha weiter!

Helfen Sie mit, die wertvollen Kulturbiotope der Streuobstwiesen zu erhalten! Nähere Informationen erhalten Sie bei Herrn Gengenbach (06187/3786) oder Herrn Göring (Tel.: 069/637185).
Pressemitteilung 10. November 2006



Fraport spendiert weitere 30.000 Euro für die Pflege von Streuobstwiesen
Bäume können wieder atmen

Seckbach. Mit einer Spende von 30.000 Euro unterstützt die Fraport, die Betreiberin des Frankfurter Flughafens, die Hessische Gesellschaft für Ornithologie für Naturschutz (HGON). Das Geld wollen die Naturfreunde vor allem für die Pflege der Streuobstwiesen in Frankfurt einsetzen. In diesen Tagen konzentriert sich ihre Arbeit auf eine Obstwiese am Heiligenstock. Dort sind die Obstbäume derart zugewachsen, dass die beauftragten Landschaftspfleger noch gut eine Woche damit beschäftigt sein werden, ihnen Luft zu verschaffen, Beerensträucher und anderer Wildwuchs müssen abgeschnitten werden, damit die Bäume nicht absterben. "Allerdings werden genügend Sträucher erhalten bleiben, so dass Igel und andere Kleintiere weiterhin Unterschlupf finden werden" sagt Walter Gengenbäch, Leiter des Frankfurter Arbeitskreises der HGON.



Die Büsche unter den Bäumen zu entfernen, sei allerdings nur der erste Schritt der Pflegemaßnahmen. "Danach wird unter den Bäumen Hafergras wachsen, was regelmäßig gemäht werden muss. Außerdem kümmern wir uns um den Beschnitt der Obstbäume." Die Arbeit lohnt sich: Etwa 30 Jahre haben die Obstbäume am Heiligenstock schon auf dem Buckel - bei guter Pflege können sie noch mehr als zwei Jahrzehnte dort stehen.

"Uns geht es darum, das Biotop Streuobstwiese zu erhalten." Denn die für diese Bepflanzungen typischen "halboffenen Landschaften", böten Wohnraum für zahlreiche Tiere, darunter Steinkauz oder den seltenen Wendehals. Für die Steinkäuze wird der Verein Nisthilfen anbringen lassen.

Insgesamt wendet die HGON rund 50.000 Euro alleine für die Pflege der Streuobstwiesen auf. Zusätzlich kauft der Verein nach und nach Flure auf, um dort Obstbäume zu pflegen oder Streuobstwiesen anzulegen. Knapp 400 eigene Bäume hat der Verein so in seinem Besitz, unter anderem in Harheim. Für den Erwerb eines Grundstückes in Sossenheim stehen die Naturfreunde derzeit in Verhandlungen. Daneben kümmert sich der Verein unentgeltlich auch um die Pflege fremder Bäume. "Unser Hauptanliegen ist der Naturschutz."

Zurzeit nutzt die HGON allerdings nicht die Früchte der Baume, die sie pflegen. "Im nächsten Jahr wollen wir aber dann das Obst von eigenen Bäumen sammeln und die Besitzer der fremden um ihre Erlaubnis dazu bitten." Dann könnte der Verein Obstschnaps brennen und aus dem Erlös einen Teil seiner Arbeit finanzieren. "Die entsprechenden Genehmigungen, um Alkohol herstellen zu dürfen, müssen allerdings erst noch eingeholt werden." Auch um Vertriebswege muss sich der Verein noch kümmern. In diesem Winterhalbjahr indes plant die HGON, mehr als 50 Obstbäume auf 20 verschiedenen Parzellen in Seckbach anzupflanzen. Die Setzlinge bezahlt die Stadt. "Dies ist ein wichtiger Beitrag zur dringend nötigen Verjüngung der Streuobstbestände in Seckbach." Denn dort seien mehr als 70 Prozent der Streuobstbäume älter als 45 Jahre und am Ende ihres Lebens.

Was erfolgreicher Naturschutz ist zeigt sich am Berger Südhang. Dort setzt sich der Naturschutzverein seit 18 Jahren für die Pflege der Kulturbiotope ein. Auch in diesem Jahr müssen die Mitarbeiter dafür sorgen, dass die fünf Hektar große Fläche gemäht wird, damit keine Büsche und Sträucher unter den Bäumen wachsen.
Frankfurter Neue Presse, 11. November 2006



Neue Obstwiesen dank Fraport
Die Flughafenbetreiberin unterstützt die Regeneration von alten Äckern in der Nähe des Lohrbergs

Seckbach. Nach dem Berger Hang hat der Arbeitskreis Frankfurt der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) nun am Lohrberg im Bereich des Heiligenstock ein zweites großes Betätigungsfeld für den Erhalt der Streuobstlandschaft gefunden. Ein Scheck über 30.000 Euro von der Fraport kommt dafür gerade recht.

Mit schwerer Technik wurde am Freitag den von Büschen umwucherten und schon lange nicht mehr verschnittenen Obstbäumen zwischen den Äckern nördlich des Lohrbergs zu Leibe gerückt. Die Hessische Gesellschaft für Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz hat dort 1500 Quadratmeter alter Streuobstwiese erworben, will dieses Gebiet nun "entrümpeln" und in Schuss bringen, wie sie das zuvor in 20 Jahre langer Arbeit bereits am Berger Hang bewerkstelligte.

Den Wildwuchs und besonders die Brombeersträucher zu entfernen, soll nur ein erster Schritt sein. Insgesamt geht es um Rekultivierung von rund drei Hektar am Heiligenstock. "Damit schaffen wir die Voraussetzungen, dass dieses ganz spezielle Biotop erhalten bleibt. Immerhin bieten diese Streuobstwiesen rund 3000 Tierarten eine Heimat. "Eine seltene ist der Steinkauz, für den wir hier spezielle Nisthilfen schaffen wollen", erklärte Walter Gangenbach, Vorsitzender des Frankfurter HGON-Arbeitskreises.

Weil es aber die kaum 40 Naturschützer des Frankfurter Arbeitskreises überfordern würde, den Wildwuchs alleine zu entfernen und gleichzeitig die dringend erforderlichen jungen Bäume zu pflanzen, müssen private Firmen damit beauftragt werden. Allein für dieses Winterhalbjahr sollen in dem Gebiet, das zu 70 Prozent überalterte und nur fünf Prozent junge Bäume aufweist, zunächst einmal 50 Obsthochstämme gesetzt werden. "Das kostet natürlich alles Geld und ohne finanzielle Unterstützungen würde das gar nicht gehen. Deshalb freuen wir uns, dass uns die Fraport unterstützt. Das Geld kommt genau zum richtigen Zeitpunkt", sagte Gengenbach, als er am Dienstag von Rainer Gomolluch, Mitarbeiter der Flughafenbetreiberin einen Scheck über 30.000 Euro erhielt.

"Der Erhalt dieses Landschaftstyps ist aufwändig. Das ist mit ehrenamtlicher Arbeit allein nicht zu leisten", kommentierte der für den seit 1997 bestehenden Umweltfonds des Unternehmens verantwortliche Gomolluch die Finanzspritze. Und es sei auch wichtig, den Streuobstbestand für kommende Generationen zu sichern. "Diese Nacbhaltigkeit ist uns besonders wichtig, wenn wir aus den vielen Anträgen auswählen." Pro Jahr schütte Fraport rund zwei Millionen Euro aus dem Umweltfonds aus. Laut Gomolluch soll dadurch "die Region, die ja mit den Folgen des Flughafenbetriebs leben muss, auch an unserem wirtschaftlichen Erfolg teilhaben".
Frankfurter Rundschau, 11. November 2006



Fraport unterstützt HGON
Hilfe für überwucherte Obsthochstämme nördlich des Lohrberges

Bergen-Enkheim. Am vergangenen Freitag überreichte Rainer Gomolluch von der Fraport-AG, Betreiberin des Frankfurter Flughafens, einen Scheck im Wert von 30.000 Euro für die Streuobstwiesenpflege im Frankfurter Nordosten an Walter Gengenbach, Leiter dos Arbeitskreises Frankfurt der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (H.G.O.N.), die seit 1964 besteht. Auf einer 1500 Quadratmeter großen, schmalen, verwilderten Streuobstfläche zwischen Äckern nördlich des Lohrberges beginnt dann auch gleich die Entfernung des Wildwuchses und der alles überwuchernden Brombeeren. Nun findet Walter Gengenbach auch einen Platz für die "Steinkauzröhre" als Nisthilfe für diese kleine, streuobstwiesetypische und seltene Eulenart. Außerdem können dann an den 15 Obsthochstämmcn endlich die notwendigen fachgerechten Grundschnitte erfolgen. "Zum Glück ist diese Hilfe rechtzeitig gekommen" freut sich Gengenbach, "denn die Obsthochstämme sind noch vital, keiner ist bisher abgestorben. Die nächsten Jahre wird aber viel Arbeit und Maschineneinsatz notwendig sein, um die unerwünschten Pflanzen zum Verschwinden zu bringen und die für Obstwiesen typische Wiesengesellschaft der Glatthaferwiese zu etablieren."

In diesem Winterhalbjahr ist geplant, über 50 Obsthochstämme auf 20 weiteren Streuobstparzellen im Bereich Seckbach anzupflanzen - in Kooperation mit der Stadt Frankfurt, die die Jungbäume zur Verfügung stellen wird. Dies ist ein wertvoller Beitrag zu der dringend notwendigen Verjüngung der Streuobstbestände in Seckbach: mehr als 70 Prozent der Obsthochstämme sind dort über 45 Jahre alt und viele vom Absterben bedroht! "Wichtig ist aber auch die gute Vorbereitung und die langjährige Nachpflege der Anpflanzungen, die wir durchführen, um ein gutes Gedeihen zu ermöglichen", betonte Walter Gengenbach.

Rainer Gomolluch, selbst Biologe, überzeugte sich vor Ort von den Pflegearbeiten der Firma Adam Kirst, die seit Jahren für die H.G.O.N. tätig ist. Gomolluch erwähnte auch, dass aus dem Umweltfonds der Fraport seit 1997 bis 2006 insgesamt 20,1 Millionen Euro eingeflossen sind: für den Regionalpark (48 Prozent), für Natur- und Umweltschutz (31 Prozent), für Umweltpädagogik (16 Prozent) und für die Forschung (fünf Prozent). Auch geht in den nächsten Wochen die seit 18 Jahren erfolgreiche Streuobstwiesenpflege am Berger Südhang mit der Mahd von fünf Hektar weiter im Auftrag der H.G.O.N., berichtete Gengenbach und weiter "uns geht es darum, das Biotop Streuobstwiesen zu erhalten." Denn die für diese Bepflanzungen typischen "halb offenen Landschaften" bieten Lebensraum für zahlreiche Tiere, neben dem bereits erwähnten Steinkauz auch dem seltenen Wendehals, Spechten, Singvögel, Wild und Kleintieren. Insgesamt 50.000 Euro pro Jahr für ganz Frankfurt wendet die H.G.O.N für die Pflege der Streuobstwiesen auf und kauft nach und nach Flure auf, um dort Obstbäume zu pflegen oder Streuobstwiesen anzulegen, auch die Pflege fremder Bäume wird unentgeltlich übernommen.

Nähere Informationen erhalten Interessierte bei Walter Gengenbach, Telefon 06187/3786.
Fechenheimer Anzeiger - Frankfurter Stadtteilzeitung, 16. November 2006